Samstag, 11. Oktober 2014

Let's Hochzeit!

Das gibt es ja öfter, dass zwei Menschen sich liebhaben, schon ewig zusammen sind und sich niemanden sonst als den Partner an ihrer Seite vorstellen können. Dass die dann eines schönen Tages heiraten wollen, um alles zu legitimieren und vor allem um eine rauschende Party für Verwandte und Freunde zu schmeißen, ist da ein nachvollziehbarer Wunsch.
Den sich bis vor kurzem in Österreich durchaus nicht jeder und jede erfüllen konnte.
Aber jetzt ist es so weit: Wir heiraten!

Ähem... verpartnern uns. Aber so ein grausliches Wort mag kein Mensch verwenden. Und deswegen: WIR HEIRATEN.
19.9.2014: Standesamt - superprosaische Zeremonie mit einer bissi teilnahmslosen Standesbeamtin. Aber das kennen wir auch von Hetero-Hochzeiten nicht anders, und dann soll es eben so sein. Dass wir nicht gefragt wurden, also kein Ja-Wort von uns verlangt wurde, sondern nur eine Unterschrift, ist zu verschmerzen. Wir schauen auch auf den Fotos nicht wirklich unglücklich aus, denke ich :)



Unterschreiben der Hochzeitsurkunde im Trauungssaal des Grazer Rathauses

Fototermin im Landhaushof
Weil wir uns recht kurzfristig entschlossen haben und es rasend romantisch fanden, eine komplette Hochzeit in nur drei Monaten aus dem Boden zu stampfen, fanden Trauung und Feier nicht am selben Tag statt, sondern eine Woche zeitversetzt. Was zuerst wie ein nicht ganz so glücklicher Kompromiss erschien, erwies sich allerdings letztendlich als Glücksfall. Zwei Outfits, zwei Gelegenheiten dabeizusein für die Leute mit übervollen Terminkalendern, zweimal Essengehen... Nur Vorteile.

Wir hatten, trotz eines allgemein weitgehend verregneten Sommers, zwei wunderschöne Tage. Hier noch ein Bild von uns zwei am Tag der standesamtlichen Trauung. Die Fotos sind übrigens nicht von einem Profi geschossen worden, sondern von Freundinnen und Freunden von uns. Ich finde sie trotzdem perfekt.

Posen beim - Rosenhain


Das Fest selbst stand unter dem Motto "Vintage und Tracht" und fand im Kreise von noch mehr Freunden und Verwandten statt, eine Woche nach der standesamtlichen Trauung in einem sehr stimmungsvollen Lokal am Grazer Stadtrand statt. Weil man den 45 geladenen Gästen schließlich auch was bieten muss, haben wir einen wunderbaren Herren für eine freie Zeremonie engagiert. Es war bewegend (ich weiß aus sicherer Quelle, dass bei mindestens drei Leuten Tränen geflossen sind) und einfach nur wunderwunderschön.


Wir haben gut gegessen, viel gelacht, verrückte Fotos gemacht und uns am Ende des Abends gefragt, wo all die Zeit hin ist - die Stunden sind verflogen, wie das nur geschieht, wenn man wirklich glücklich ist. Und auf allen Fotos nur lächelnde Gesichter. Ein voller Erfolg.


Aber genug der Emotionen, eigentlich soll es hier ja um DIY gehen!

Weil ich eben eine alte Bastlerin bin und meine schönere Hälfte nicht minder, haben wir wirklich selber gemacht, was geht: Angefangen bei meinem Hochzeitskleid über die Einladungen, Tischkarten, Fotorahmen, Gastgeschenke, Gästebuch, Tisch- und Saaldeko bis hin zu dem süßen kleinen Bräutepaar als Tortentopper.

Wieder: Nur Vorteile. Man spart unglaublich viel Geld, wenn man so viel selber macht, und hat gleichzeitig genau das, was man will, genauso, wie man es sich vorgestellt hat. In den nächsten Wochen möchte ich hier einige unserer Projekte vorstellen. Vielleicht können sie als Inspiration und Hilfe für andere dienen, die genauso viel Freude daran haben, hübsche Kleinigkeiten (oder Großigkeiten, wie man im Falle eines Hochzeitskleids wohl doch sagen kann) für einen der schönsten Tage in ihrem Leben selber zu machen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen